Tarifvertrag lufthansa piloten

Die Piloten der Lufthansa sind seit Anfang 2014 15 Mal ausgeschieden und haben die Fluggesellschaft Hunderte Millionen Euro an entgangenen Gewinnen gekostet. Zuletzt streikten sie im November sechs Tage lang und kosteten die Fluggesellschaft weitere 100 Millionen Euro Gewinn. Die Gewerkschaft, die die Piloten von United Airlines vertritt, hat für die Annahme freiwilliger Personalabbaupläne gestimmt, die dazu beitragen würden, die Zahl der Piloten zu verringern, die in den kommenden Monaten entlassen werden könnten. Vereinigung Cockpit-Präsident Markus Wahl erklärt, dass sich die Piloten als Mitarbeiter in der „oberen Lohnstufe“ einer „besonderen Verantwortung“ verpflichtet fühlen. Am 8. Juni 2001 erarbeitete eine Schlichtungskommission, der die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa AG und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) unter Vorsitz des ehemaligen Außenministers Hans-Dietrich Genscher angestellt waren, eine gemeinsame Streitbeilegungsvereinbarung(Schlichtungsvereinbarung), die rund 4.200 Piloten der Lufthansa Passage Airline, Condor, Condor Berlin und Lufthansa Cargo umfasst. Die Vereinbarung, die die Zustimmung der Piloten in einem zweiten Wahlgang erfordert, sollte einen erbitterten achtwöchigen Streit beenden. Dazu gehörten Warnstreiks und – nach einer Streikabstimmung – zwei 24-Stunden-Streiks, die die Lufthansa zwangen, die meisten Ihrer Inlandsflüge zu streichen und den großteils ihrer Frachtdienste vorübergehend auszusetzen. „Wir haben UFO die gleiche Vereinbarung angeboten“, sagte Eurowings am Freitag. „Wir können nicht zwei verschiedene Lohnverträge mit einer Gruppe von Arbeitnehmern haben“, fügte er hinzu. Würde die Lufthansa-Slots an solche Fluggesellschaften übergeben, würde die EU direkt Sozialdumping, Scheinselbstständigkeit unter Piloten und eine Aushöhlung der Arbeitsnormen fördern. Die Vereinigung Cockpit fordert daher, soziale und qualitative Kriterien in Entscheidungen auf EU-Ebene einzubeziehen. Haben die Lufthansa-Piloten wirklich nur proaktiv Lohnkürzungen von bis zu 45 % angeboten?! Der Lufthansa-Vorstand sprach am Donnerstag bei einem Gipfeltreffen mit der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC).

VC-Präsident Markus Wahl betonte laut Gewerkschaftshomepage die Bereitschaft der Piloten, die notwendigen Kostensenkungsmaßnahmen zu unterstützen. Unter anderem haben sich die Parteien auf einen Rahmentarifvertrag und einen neuen Vergütungsvertrag sowie Vereinbarungen über Renten- und Übergangszahlungen geeinigt, die bis mindestens Juni 2022 andauern. Damit haben die Parteien einen langfristigen Tarifvertrag und entsprechend langfristige stabile Arbeitsbeziehungen geschlossen. Die neuen Verträge werden zu einer strukturellen Gesamtkostenersparnis von 15 Prozent der Personalkosten im Cockpit führen – bevor künftig Lohnerhöhungen zu zahlen sind. Gleichzeitig ermöglicht die Vereinbarung die Einstellung von Nachwuchspiloten bei den oben genannten Fluggesellschaften. Unter seiner Führung wurde der Billigflieger Joon von Air France eliminiert, und das Unternehmen hat mit den meisten Arbeitsgruppen neue Arbeitsverträge geschlossen. Das ist bemerkenswert, weil Air France zuvor wohl die schlechtesten Arbeitsbeziehungen hatte. Seit Jahren streitet die Lufthansa mit ihren Piloten, als die Fluggesellschaft versuchte, die Kosten zu senken. Eine Am Dienstag mit der wichtigsten Pilotengewerkschaft getroffene Vereinbarung dürfte in den kommenden Jahren für deutlich weniger Arbeitsturbulenzen sorgen.

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